Owen Pallett ist neben Final Fantasy als Streicherarrangeur in der befreundeten Band Arcade Fire tätig, er ist ehemaliges Mitglied der Hidden Cameras und gern gesehener bzw. geladener musikalischer Gast in einer schier unendlich langen Liste von internationalen Bands (Beirut, Holy Fuck). Mit Final Fantasy begibt sich der Violinist in ein musikalisches Spannungsfeld, das geprägt wird durch die emotionale Begrifflichkeiten Melancholie, Zerrissenheit und Emphatie. Seine Alben entwickeln sich durch die Verwendung von Klavier, Streichern, Cembalo und Percussion zu Werken voller Anmut und künstlerischem Ausdruck. Momentan arbeitet er mit dem Sänger der Arctic Monkeys an einem Soloprojekt.
www.myspace.com/ffinalffantasy
Deerhoof aus San Francisco bestechen durch den Kontrast zwischen dem quiekenden Gesang der Frontfrau Satomi Matsuzaki und den manchmal bis ins Exorbitante gesteigerten musikalischen (Noise-)Ausbrüchen. Breitwandige Rockgitarren, hymnischen Chöre und energetische Percussionarbeit erzeugen Chaos, Deerhoof warten zugleich aber auch mit bezaubernden Balladen auf. Resultat: Eine ernstzunehmende Rhythmusdekonstruktion des Easy Listening-Sounds mit Hilfe von gelegentlichen Gtitarrenverzerrungen und piepsenden Keyboardklängen.
http://deerhoof.killrockstars.com
David Longstreth hat sich inzwischen als einer der profiliertesten Singer/Songwritern im Gitarrenunderground etabliert. Seine Dirty Projectors rufen eine windschiefe Musikmischung aus Tim Buckley, Captain Beefheart, Shudder to Think und Vocal-Pop ins Gedächtnis. Live besticht das musikalische Geschehen durch die komplexe Gitarrenarbeit und die brilliant arrangierten Gesangsharmonien. Das aktuelle Album "Rise Above" ist eine Hommage an Black Flag und deren Meisterwerk "Damaged" von 1981, allerdings kein Coveralbum, sondern ein beeindruckendes Werk, das Wort für Wort aus dem Gedächtnis nachgeschrieben wurde. Natürlich im typischen Dirty Projectors Obskur-Pop.
http://westernvinyl.com/dirty_projectors.htm
Ben Chasnys Vorliebe für Psychedelic, Folk und verspieltes Akustikgitarrenspiel kommt in seiner Band Six Organs of Admittance in nahezu perfekter Mischung zum Ausdruck. Lange Drone-Sounds, Feedback und minimale wie repetetive Gitarrenklänge reihen sich als charakteristische Merkmale abwechselnd in die außergewöhnlichen Lieder des Oeuvres der Band ein. Ein benebelnder Ohrenschmaus aus John Fahey, Gastrl del Sol, Can, Coco Rosie, Current 93 und Ambientdrone. Transzendierende Musik aus akustischen und elektrischen Stilen. Neo-Psychedelica par excellence!
www.dragcity.com/bands/sixorgans.html
Frog Eyes' Musik ist kraftvoll, aber nicht aufgrund von schweren Riffs oder harten Beats. Die Kraft bei ihnen liegt im quirligen Schichten, im unablässigen, flirrenden Strom der Musik, in einer Intensität, die sich im Ausdruck durch Stimme, Instrumente, Arrangements nicht beschränken mag, dabei Anspannung und Unberechenbarkeit jeder Beliebigkeit vorzieht. Mercer, sich verausgabender Frontmann, Maler und Lyriker, dessen textliche Einflüsse in der russischen oder auch irischen Literatur gesucht werden könnten, befeuert eine unglaublich intuitiv gestaltete Musik. seine Frau, Melanie Campbell hat einen besonderen Stil entwickelt das Schlagzeug zu spielen. Michael Rak's Bassspiel ist ruhig und genau und sicherlich hat er den großartigen Peter Hook/Joy Division/New Order genau studiert. Spencer Krug's Keyboards sind ein gottloses Wunderwerk, erst klingen sie wie ein Schwarm zwitschernder Vögel, um kurz darauf in das donnernde Grollen eines Pianobebens zu tauchen. Mccloud Zicmuse gratuliert Mercers Gitarrenspiel auf seine Weise, er loopt die Melodien, blubbert und verschnörkelt.
www.absolutelykosher.com/frogeyes.htm
Nach der Debüt Single "Children at Play" auf Warp Records, begann sich britische Label Domino sich seiner anzunehmen und veröffentlichte neben seinem Debüt "Some Best Friend You turned Out To Be", drei weitere Singles die den Weg für seine vielschichtige, emotional geladene Electronica ebnete. In seiner Musik spielt Ben Jacobs aka Max Tundra gleichermaßen virtuos mit Melodien und Rhythmen. Dieses Qualitätsmerkmal verschaffte ihn nachhaltig auch einen sehr guten Ruf als Remixer. Sein aktueller Longplayer "Mastered by Guy at The Exchange" (auch auf Domino Recordings) ist ein tanzbarer Derwisch gespickt mit Ideen von verrückter Popsensibilität. In den letzten Jahre war er mit diversen Seitenprojekten und Remixen beschäftigt. Die Arbeit an seinem neuen Album hält weiter an. Vermutlich darf noch in diesem Jahr mit dem Release eines neuen Albums gerechnet werden.
